Kann man von zu viel Fruchtzucker Diabetes bekommen? Lebens-Retter klärt häufige Fragen

Fruchtzucker kann die Wirkung von Insulin verschlechtern und somit bei sehr hohem Konsum Diabetes auslösen.

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Die Rolle des Zuckers in unserer Ernährung

Zucker ist ein essentieller Bestandteil unserer täglichen Ernährung, da er uns mit notwendiger Energie versorgt. Doch nicht alle Zuckerarten sind gleich. Einige können zu gesundheitlichen Problemen führen, insbesondere wenn sie in übermäßigen Mengen konsumiert werden. Fruchtzucker, auch Fructose genannt, gehört zu diesen Zuckerarten. Der Verzehr von Fructose war früher für Diabetiker empfohlen, da er den Blutzucker nicht direkt beeinflusst. Heute wissen wir jedoch, dass er andere Risiken birgt.

Fruchtzucker und Diabetes: Die Verbindung

Obwohl Fructose natürlich in Obst vorkommt und nicht direkt den Blutzuckerspiegel beeinflusst, kann ein übermäßiger Konsum zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen führen, einschließlich der Entstehung von Typ-2-Diabetes. Warum ist das so? Hier sind die Gründe:

  1. Insulinresistenz: Fructose wird in der Leber verarbeitet. Bei hohem Konsum kann sie zu einer Überlastung der Leber führen, was zu einer erhöhten Produktion von Triglyceriden und einer Abnahme des “guten” HDL-Cholesterins führt. Dies kann zur Entwicklung einer Insulinresistenz beitragen. Einem der Hauptfaktoren bei der Entstehung von Diabetes Typ 2.
  2. Gewichtszunahme: Fructose hat die Fähigkeit, das Hungergefühl nicht zu stillen, wie es Glucose kann. Das bedeutet, dass Du trotz des Konsums von fructosehaltigen Lebensmitteln und Getränken immer noch hungrig sein kannst. Dies kann zu einer übermäßigen Kalorienaufnahme und Gewichtszunahme führen, was wiederum das Risiko für Diabetes Typ 2 erhöht. Mehr: Diabetes durch Übergewicht

Fruchtzucker: Ein Süßer mit Fallstricken

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Zu viel Fruchtzucker kann fett machen und die Wirkung von Insulin verschlechtern

Fruchtzucker, auch bekannt als Fructose, ist ein natürlicher Zucker, der in Obst, Honig und einigen Gemüsesorten vorkommt. Er klingt gesund, kann aber bei zu hohem Konsum unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Überschüssiger Fruchtzucker wird als Fett gespeichert

Während Dein Körper Glukose als Energiequelle für sämtliche Zellen nutzen kann, muss Fructose zuerst in Deiner Leber verarbeitet werden. Bei einem Übermaß an Fructose kann Deine Leber überlastet werden. Die Folge: Sie beginnt, den überschüssigen Fruchtzucker als Fett zu speichern.

Mindert die Wirkung von Insulin

Dieses in der Leber eingelagerte Fett kann dann zu einer sogenannten Fettleber führen. Darüber hinaus kann das gespeicherte Fett die Wirkung von Insulin, dem Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert, beeinträchtigen. Dies führt dazu, dass der Zucker in Deinem Blut bleibt, anstatt von den Zellen aufgenommen zu werden, was letztendlich zu höheren Blutzuckerwerten führt.

Mehr: Diabetes durch zu viel Zucker

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Unterschied Fruchtzucker und “normaler” Zucker

Fruchtzucker (Fructose)Glukose
Aufnahme im KörperWird hauptsächlich von der Leber aufgenommen und verarbeitet.Wird direkt vom Blut aufgenommen und dient als Energiequelle für alle Zellen.
Einfluss auf den BlutzuckerBeeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht direkt und löst daher weniger Insulinproduktion aus.Erhöht den Blutzuckerspiegel und löst die Insulinproduktion aus.
SättigungsgefühlVerursacht kein Sättigungsgefühl! Das kann dazu führen, dass man trotz Zuckeraufnahme weiter isst.Löst ein Sättigungsgefühl aus und hilft so, den Appetit zu kontrollieren.
Verarbeitung im KörperWird hauptsächlich in der Leber in Fett und Glucose umgewandelt.Wird von allen Körperzellen zur Energiegewinnung genutzt.
Auswirkungen bei übermäßigem KonsumKann bei übermäßigem Konsum zur Fettleber, Insulinresistenz und anderen Stoffwechselstörungen führen.Kann bei übermäßigem Konsum und ohne ausreichende körperliche Aktivität zur Gewichtszunahme führen.
Natürliche QuellenFrüchte, Gemüse, Honig, Agavendicksaft.Früchte, Gemüse, Honig, Milchprodukte, Getreideprodukte.
Verwendung in industriell hergestellten LebensmittelnHäufig in Form von High-Fructose-Corn-Syrup oder Fruchtzuckersirup.Häufig in Form von Glukosesirup oder Dextrose.
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Vorsicht bei zuckerhaltigen Softdrinks!

Getränke, die mit High Fructose Corn Syrup (HFCS) oder anderen Zuckerarten gesüßt sind, können zu gesundheitlichen Problemen führen, insbesondere wenn sie in hohen Mengen konsumiert werden. HFCS ist ein flüssiger Zuckerzusatz, der einen hohen Anteil an Fructose enthält. Dieser wird hauptsächlich in der Leber verarbeitet und kann dort bei Überkonsum als Fett gespeichert werden.

Zuckerhaltige Getränke sind mit erhöhtem Risiko für Diabetes verbunden

Die wissenschaftliche Forschung unterstützt die Bedenken gegenüber einem hohen Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks. Beispielsweise hat eine 2010 im “American Journal of Clinical Nutrition” veröffentlichte Studie gezeigt, dass der Konsum von zuckerhaltigen Getränken mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom verbunden ist. [1]

Schon 1 Portion am Tag kann das Risiko um 18% erhöhen

In einer weiteren großen Metaanalyse von 2015, veröffentlicht im “British Medical Journal”, wurde festgestellt, dass jede zusätzliche Portion zuckerhaltiger Getränke pro Tag das Risiko für Typ-2-Diabetes um etwa 18% erhöht. [2]

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Zuckerhaltige Getränke mit Vorsicht genießen

Es ist daher wichtig, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu begrenzen, insbesondere wenn sie mit HFCS oder anderen Zuckerarten gesüßt sind, um das Risiko für die Entstehung von Diabetes zu minimieren.

Achtung Fruchtsaft:
Mehr Fruchtzucker, als Du denkst!

Vorsicht ist bei Fruchtsäften geboten, denn diese können eine echte Zuckerfalle sein. Du fragst Dich warum? Die Antwort liegt in der Menge an Früchten, die zur Herstellung eines Saftes benötigt werden.

1 Liter Apfel-Saft = min. 10 Äpfel

Stell Dir vor, wie viele Äpfel Du brauchst, um einen Liter Apfelsaft herzustellen. Es sind etwa 10 bis 15 Äpfel! Würdest Du so viele Äpfel auf einmal essen? Wahrscheinlich nicht. Aber wenn Du einen Liter Apfelsaft trinkst, nimmst Du die gleiche Menge an Fruchtzucker auf, als hättest Du diese Menge an Äpfeln gegessen.

Fruchsäfte treiben Deinen Zuckerkonsum in die Höhe

Also sei vorsichtig mit Fruchtsäften! Sie können eine schnelle und einfache Möglichkeit sein, Deinen täglichen Obstbedarf zu decken. Aber sie können auch Deinen Zuckerkonsum in die Höhe treiben. Wenn Du gerne Fruchtsäfte trinkst, versuche sie mit Wasser zu verdünnen oder sie in kleineren Mengen zu genießen. Dein Körper wird es Dir danken!

Mehr: Was trinken bei Diabetes?

Haushaltszucker besteht zu 50% aus Fruchtzucker

Wusstest Du das schon?

Wusstest Du, dass der gewöhnliche Haushaltszucker, der Deinem Kaffee oder Kuchen die süße Note verleiht, tatsächlich zur Hälfte aus Fruchtzucker besteht? Überrascht? Lass uns das ein bisschen genauer betrachten.

Kann den Körper heimlich fett machen

Jedes winzige Zuckerkristall, das Du siehst, besteht aus zwei Teilen – Glucose und Fructose. Während unser Körper Glucose liebt und sie in all unseren Zellen zur Energiegewinnung verwendet, ist Fructose ein bisschen komplizierter. Sie wird hauptsächlich in unserer Leber verarbeitet und kann dort – bei hohem Konsum – als Fett gespeichert werden. Das ist wie ein Geheimagent, der sich in Deinem Zucker versteckt und einen hinterhältigen Plan ausführt, um heimlich das Fett in Deinem Körper aufzubauen.

Lebens-Retter Wissen hilft

Aber keine Sorge, Du bist jetzt auf das Geheimnis aufmerksam geworden. Es ist ein Aufruf, Deinen Zuckerkonsum zu überdenken und gesündere Alternativen zu suchen. Denn das Wissen ist die erste Verteidigungslinie in unserem Kampf für eine gesündere Ernährung und ein gesünderes Leben!

Mehr: Welcher Zucker enthält keine Fruktose?

Achtung, merken, wichtig

Ganzes Obst: Ein natürlicher Süßstoff, der Deinem Körper gut tut!

Es stimmt, dass Früchte natürlich vorkommenden Fruchtzucker, also Fructose, enthalten. Aber bevor Du Deinen geliebten Apfel weglegst, lass uns Dir etwas Spannendes erzählen: Ganzes Obst stellt kein hohes Problem für Deine Gesundheit dar, trotz des enthaltenen Fruchtzuckers!

Ganzes Obst = kein Problem für Deinen Körper

Warum ist das so? Nun, das liegt an der Art und Weise, wie unser Körper mit Fructose in ganzen Früchten umgeht. Erstens enthält Obst nicht nur Fructose, sondern auch Fasern, Wasser und verschiedene vorteilhafte Verbindungen. Diese Fasern verlangsamen die Aufnahme von Fructose und verhindern so einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Fasern von Obst machen Dich satt

Zweitens, und das ist das faszinierende daran, die Fasern in Obst erhöhen das Sättigungsgefühl. Das heißt, Du fühlst Dich nach dem Verzehr einer Frucht eher satt. Das führt dazu, dass Du tendenziell weniger isst und somit weniger Zucker aufnimmst.

Ganzes Obst = toller Snack

Ganzes Obst ist also nicht nur lecker, sondern auch ein gesunder Snack, der Dich mit wichtigen Nährstoffen versorgt und dabei hilft, Deinen Zuckerhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Also greif ruhig zu Deinem Apfel und genieße ihn. Er ist auf Deiner Seite im Kampf für eine bessere Gesundheit!

Mehr: Welches Obst ist bei Diabetes am besten?

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[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2963518/

[2] https://www.bmj.com/content/351/bmj.h3576

Bilder:

photka

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venerachernyshova @ 123rf.com

 

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