Diabetes durch zu viel Stress: > inkl. Selbst-Check >> Hast Du zu viel Stress?

Stress hat negative Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und somit auch auf Diabetes Typ 2.

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Teil 1: Kann Stress Diabetes auslösen?

Es ist unumstritten, dass Stress körperlich und emotional stark belastend sein kann. Chronischer Stress, einschließlich dauernder psychischer Belastungen wie z.B. Traumata, kann sogar das Risiko für Krankheiten wie Typ 2 Diabetes erhöhen. Wir legen offen, wie diese Verbindung zustande kommt und was Du tun kannst um Dein Risiko zu reduzieren.

Ständiger “Kampf-Modus” kann zu Diabetes führen

Wenn wir Stress erfahren, reagiert unser Körper, indem er Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin freisetzt. Diese Hormone bewirken, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt. Je mehr Energie wir für die Bewältigung der stressigen Situation brauchen, umso mehr steigt der Blutzuckerspiegel an. Das ist Teil unserer natürlichen Kampf oder Flucht-Reaktion.

Chronischer Stress kann ein Hauptfaktor für Diabetes sein

In kleinen Dosen kann Stress (Eustress) tatsächlich gesund sein. Aber wenn Stress chronisch wird, kann die ständige Erhöhung des Blutzuckerspiegels zu Insulinresistenz führen. Einem der Hauptfaktoren bei der Entwicklung von Typ 2 Diabetes.

Der stille Feind: Der Zusammenhang zwischen Stress und Diabetes wird unterschätzt

Stress kann Diabetes verschlimmern

Studien bestätigen die Gefährlichkeit von Stress

Wissenschaftliche Erkenntnisse unterstreichen den dringenden Bedarf, die Verbindung zwischen Stress und Typ 2 Diabetes zu verstehen und anzuerkennen. Dieser stille Feind, der unter dem Deckmantel von Alltags-Stress verborgen ist, birgt Gefahren, die wir nicht ignorieren dürfen.

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Studien bestätigen: Stress bewirkt eine gestörte Insulinreaktion

Eine umfassende Studie, die 2015 in Psychoneuroendocrinology veröffentlicht wurde, zeigt auf alarmierende Weise, wie stressbedingte hormonelle Störungen das Risiko für Typ 2 Diabetes erhöhen können[1]. Bei Probanden, die hohen Stressleveln ausgesetzt waren, beobachteten die Forscher eine gestörte Insulinreaktion. Eine bedeutsame Entdeckung, da eine solche Störung ein gravierender Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von Diabetes ist.

Arbeitsstress erhöht das Diabetes-Risiko deutlich

Darüber hinaus zeigte eine groß angelegte Untersuchung der Universität Göteborg, die 2013 im renommierten Diabetes Care Journal veröffentlicht wurde, dass der Stress bei der Arbeit sogar das Diabetesrisiko erhöhen kann[2]. Insbesondere bei Männern, die über mehrere Jahre hinweg unter Arbeitsstress litten, stellten die Forscher sogar ein um 45% erhöhtes Risiko für Typ 2 Diabetes fest.

Stress ernst nehmen

Diese alarmierenden Erkenntnisse rütteln auf. Wir sind aufgefordert, den Stress in unserem Leben mit der Ernsthaftigkeit zu betrachten, die notwendig ist.

Wie Stress den Blutzuckerspiegel beeinflusst

Unter Stress setzt der Körper Hormone wie Adrenalin und Cortisol frei, die die Kampf oder Flucht-Reaktion auslösen. Diese Hormone wirken sich direkt auf den Blutzuckerspiegel aus:

1. Erhöhter Blutzucker: Cortisol und Adrenalin lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen, um mehr Energie für die Zellen bereitzustellen. Dies geschieht, indem die Leber angewiesen wird, mehr Glukose zu produzieren und freizusetzen.

2. Hemmung der Insulinproduktion: Stress kann die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, Insulin zu produzieren und zu verwenden.

3. Verändertes Essverhalten: Stress kann zu Heißhunger und ungesunden Essgewohnheiten führen, was den Blutzuckerspiegel weiter erhöht.

4. Verringerte körperliche Aktivität: Bei Stress neigen Menschen dazu, weniger aktiv zu sein. Auch das kann den Blutzuckerspiegel weiter erhöhen.

Teil 2: Stress besser verstehen
> Kann Dir und Deinem Diabetes helfen

Wissen über Stress, das Dir hilft

Stress, der Dich fertig macht

Wenn wir von Stress sprechen, meinen wir den Disstress – den bösen, der uns zusetzt: psychisch, körperlich und geistig. Der uns schlaucht und fertigmacht. Und vor dem wir kapitulieren, wenn wir nicht beizeiten lernen, ihm etwas entgegenzusetzen. Dieser Stress kann uns krankmachen.

Erste Anzeichen von Stress bei Dir

Die ersten Anzeichen von Stress kennen wir alle: den panischen Gesichtsausdruck, die hektische Stimme, die fahrigen Bewegungen. Ein gestresster Mensch wirkt nicht sicher und überzeugend. Wir trauen ihm wenig zu. Wenn er in diesem Zustand ist, ist er nicht im Vollbesitz seiner Kraft.

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Achtung: Stress-Auslöser – jeder hat andere Trigger

Die Stress-Symptome gleichen sich bei allen Betroffenen. Aber die Stressauslöser können ganz unterschiedlich sein. Was beim einen den Stresspegel in die Höhe schießt, lässt einen anderen völlig unberührt. Da ist unsere Konditionierung ausschlaggebend. Wir haben unsere Stressauslöser durch Erleben erworben. Die Trigger sind Situationen, die uns überfordern, wiederkehrende Ereignisse, in denen wir hilflos sind. Selbst powervolle Menschen mit Kompetenz und Durchsetzungskraft scheitern, wenn ihr Arbeitspensum zu groß ist.

Wo fühlst Du Dich angesprochen?

  1. Überforderung im Beruf: Endlose Meetings, unrealistische Fristen, und der ständige Druck, mehr zu leisten, als man bewältigen kann.
  2. Konflikte in der Familie oder am Arbeitsplatz: Auseinandersetzungen und Missverständnisse, die emotionale Erschöpfung verursachen.
  3. Technologische Überflutung: Ständige Erreichbarkeit durch Smartphones und E-Mails, die keine wirkliche Ruhepause erlauben.
  4. Finanzielle Sorgen: Die Angst vor finanzieller Unsicherheit oder Schulden, die wie eine dunkle Wolke über dem Alltag hängt.
  5. Hohe Selbstansprüche: Der innere Druck, immer perfekt sein zu müssen, in allem was man tut.
  6. Gesundheitliche Probleme: Chronische Schmerzen oder Krankheiten, die den täglichen Stress noch verschärfen.
  7. Mangel an sozialer Unterstützung: Das Gefühl der Isolation oder das Fehlen eines unterstützenden Netzwerks.
  8. Veränderungen im Leben: Große Lebensereignisse wie Umzüge, Jobwechsel oder der Verlust von geliebten Menschen.
  9. Zeitdruck und Multitasking: Die Herausforderung, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu jonglieren und dabei ständig gegen die Zeit anzukämpfen.
  10. Mangel an Ausgleich und Erholung: Die Vernachlässigung von Freizeit und Erholungsphasen, die zur Regeneration notwendig sind.
  11. + viele viele mehr – was sind Deine?

Eustress ist der gute Stress

Das sind die “positiven” Ausnahmesituationen, die uns alles abfordern, in denen wir Höchstleistungen erbringen, alle unsere Kräfte bündeln und die Konzentration auf die Situation fokussiert ist. Wir und die Situation sind eins. Wir fließen mit dem, was geschieht und können sogar in einen Flow abheben. Solche Erlebnisse machen glücklich. Sie erweitern unsere Möglichkeiten: geistig, psychisch und auch körperlich.

Beispiele für Eustress – Was besseres kann Dir nicht passieren – jetzt anzeigen

guter Stress – böser Stress

Stress besser verstehen

Gesunder Stress (Eustress)Krank­machender Stress (Distress)
Defini­tionPositiver Stress, der zur Moti­vation und Verbes­serung der Leistung beiträgt. Gutes Gefühl trotz Anspannung. Selbstvertrauen.Negativer Stress, der zu Angst, Depression, gesundheitlichen Problemen und Leistungs­einbußen führen kann.
BeispielEine Präsen­tation, Sport­veranstaltung oder andere Herausforderung, die Konzen­tration und Anstren­gung erfordern und unsere Kompetenz beweisen. Chronische Arbeitsbelastung, finanzielle Probleme, Traumata oder andere anhaltende negative Lebensereignisse.
Körper­reaktionErhöhung der Aufmerk­samkeit und Energie, Verbesserung der kognitiven Leistung.Erhöhung des Blutzuckerspiegels, Schlafstörungen, Immun­suppression, erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes Typ 2.
Langzeit­folgenVerbesserung der Fähig­keiten, Anpassungsfähigkeit und Resilienz­steigerung. Wir wachsen über uns hinaus. Gute Nerven!Abnahme der körper­lichen und geistigen Gesundheit, Vermin­derung der Lebens­qualität, erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten.

Wie hoch ist Dein persönlicher Stresslevel?

Selbst-Check

  • Fühlst Du Dich häufig überfordert oder gestresst?
  • Schläfst Du schlecht oder leidest unter Schlaflosigkeit aufgrund von Sorgen oder Angst?
  • Bist Du oft gereizt oder hast eine kurze Zündschnur?
  • Fühlst Du Dich ständig müde oder erschöpft?
  • Hast Du Schwierigkeiten, Dich zu konzentrieren oder Dich an Dinge zu erinnern?
  • Machst Du Dir oft Sorgen oder fühlst Dich ängstlich?
  • Isst Du mehr oder weniger, wenn Du gestresst bist?
  • Vermeidest Du Aufgaben, die Du erledigen musst, oder schiebst Du sie auf?
  • Hast Du körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder allgemeine Schmerzen, wenn Du gestresst bist?
  • Ziehst Du Dich von Freunden oder Familie zurück, wenn Du Dich gestresst fühlst?

Teil 3: Stress-Bewältigung + Diabetes-Prävention
> die Strategien

Was Dir helfen kann und weitere Infos

Glücklicherweise gibt es viele Strategien. Sie können Dir helfen, Stress zu bewältigen und Dein Risiko für Typ 2 Diabetes zu senken:

  1. Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität hilft dabei, Stress abzubauen und die Insulinsensitivität zu verbessern. Mehr: Welcher Sport bei Diabetes?
  2. Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung hält Deinen Blutzucker im Gleichgewicht und hilft Dir, besser mit Stress umzugehen. Mehr: Tabelle: blutzucker­senkende Lebensmittel
  3. Ausreichend Schlaf: Schlafmangel kann sowohl Stress als auch den Blutzuckerspiegel erhöhen. Achte darauf, jede Nacht genügend Schlaf zu bekommen. Mehr: Checkliste für einen guten Schlaf
  4. Entspannungstechniken: Techniken wie Meditation, Yoga und Tiefenatmung können helfen, Stress abzubauen. In der Lebens-Retter Community stellen wir Emotion-Tools zur Verfügung.
  5. Psychologische Unterstützung: Wenn Du anhaltenden Stress oder Traumata verarbeiten mußt, kann eine Therapie sehr hilfreich sein.

Video: > Anti-Stress-Tool

In stressreichen Zeiten können Dir Stärke & Vertrauen helfen

Chronischer Stress und das Verlangen nach Zucker und Fett

Stress-Essen verschlimmert Diabetes

Chronischer Stress wirkt sich nicht nur auf unsere Stimmung und Energie aus, sondern auch auf unsere Essgewohnheiten. Oft führt Stress dazu, dass wir nach “Trostessen” greifen. Meist sind diese Trostpflaster Nahrungsmittel, die reich an Zucker, Fett und Salz sind. Kurzfristig kann das ein Gefühl der Befriedigung geben und uns ruhiger machen. Aber auf lange Sicht können diese Nahrungsmittel unsere Gesundheit stark beeinträchtigen. Sie können das Risiko für Typ 2 Diabetes erhöhen.

Mehr: Was tun gegen Stress-Essen?

Achtung, merken, wichtig

Gute Ernährung macht Dich stress-resistenter

Lebens-Retter-Tipp für Diabetiker

Aber es gibt gute Nachrichten: Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann tatsächlich helfen, den Stress zu bewältigen. Hier sind die Gründe dafür:

1. Nährstoffe:

Eine ausgewogene Ernährung, reich an Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, magerem Protein und gesunden Fetten, liefert die Nährstoffe, die unser Körper benötigt, um gut zu funktionieren. Das kann uns helfen, Stress besser zu bewältigen, weil wir belastbarer sind. Wir haben gute Nerven!

2. Stabilisierung des Blutzuckerspiegels:

Eine ausgewogene Ernährung hilft, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Das kann Stimmungsschwankungen und Stress reduzieren.

3. Bessere Gesundheit:

Eine gesunde Ernährung kann zur Vorbeugung und Behandlung von Gesundheitsproblemen beitragen, die Stress verursachen oder verschlimmern können. Zum Beispiel Herzkrankheiten und Diabetes.

Statt Dich auf “Trostessen” zu verlassen: > Versuche, Deinen Körper mit gesunden, nährstoffreichen Lebensmitteln zu versorgen, die Dir helfen, Stress besser zu bewältigen. Denk daran, auch kleine Änderungen in Deinem Verhalten können einen großen Unterschied für Dein Wohlbefinden machen.

Mehr: Wie funktioniert eine Anti-Stress-Ernährung?

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Umstieg auf Deine Anti-Stress-Ernährung

Bist Du bereit für einen Weg, der Dein Leben verändern kann? Die Lebens-Retter-Ernährung bringt Dich nicht nur zurück zur Lebens-Freude, sondern macht Dich auch widerstandsfähiger gegen die täglichen Herausforderungen und Stressfaktoren. Entdecke, wie das richtige Essen zur Kraftquelle wird. Für ein glücklicheres, gesünderes und stressfreieres Leben. Stell den Weichenwechsel ein. Für Dich, für Deine Gesundheit, für Dein Wohlbefinden. Du wirst erstaunt sein, wie lecker der Weg zur Stressresistenz sein kann!

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komm bald wieder.

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[1] Abraham, S. B., Rubino, D., Sinaii, N., Ramsey, S., & Nieman, L. K. (2013). Cortisol, obesity, and the metabolic syndrome: a cross-sectional study of obese subjects and review of the literature. Psychoneuroendocrinology, 38(1), 50-67

[2] Novak, M., Björck, L., Giang, K. W., Heden-Ståhl, C., Wilhelmsen, L., & Rosengren, A. (2013). Perceived stress and incidence of Type 2 diabetes: a 35-year follow-up study of middle-aged Swedish men. Diabetes Care, 36(1), 722-727.

Bilder:

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